Schulen im Landkreis gehen für zwei Wochen in den Wechselbetrieb

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Schulen im Landkreis gehen für zwei Wochen in den Wechselbetrieb

Allgemeinverfügung des Landkreises gilt ab 23. November

Alle allgemein- und berufsbildenden Schulen im Landkreis Verden gehen von Montag kommender Woche an für zwei Wochen in das so genannte Szenario B, dem Wechsel von Präsenzunterricht in halbierten Klassen und dem verpflichtenden Lernen zu Hause. Gleichzeitig gilt für den Berufsschulunterricht im Rahmen der dualen Ausbildung an den Berufsbildenden Schulen Verden für zwei Wochen das Szenario C. Danach lernen Schülerinnen und Schüler unter Anleitung der Lehrkräfte komplett von zu Hause. Dieses Szenario betrifft auch einzelne soziale, medizinische und pflegerische Bildungsgänge der BBS. Das ist Inhalt der neuen Allgemeinverfügung des Landkreises, die am Freitag im Amtsblatt veröffentlicht wird und vom 23. November bis 4. Dezember gültig ist.

Das Wechselmodell sieht einen Präsenzunterricht von gleichzeitig maximal 16 Schülern pro Klasse vor. Innerhalb der Lerngruppen muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleistet sein. Das Tragen einer Alltagsmaske im Unterricht entfällt.

„Der Landkreis hat sich zu diesem Schritt entschlossen, weil die 7-Tage-Inzidenz immer noch überdurchschnittlich ist und allein am vergangenen Wochenende für rund 300 Schülerinnen und Schüler die Quarantäne angeordnet werden musste. Dazu kamen drei weitere Schulen, und damit mittlerweile mehr als die Hälfte aller Schulen, die in das Wechselmodell überführt wurden“, erklärt Landrat Peter Bohlmann.

Das Wechselmodell habe sich auf Grund des drastischen Fallzahlenanstiegs im Landkreis bereits zum Standard entwickelt, so Bohlmann. Mit den Gymnasien und den Berufsbildenden Schulen befänden sich bereits rund 43 Prozent aller Schülerinnen und Schüler im Landkreis (7.350 von 17.200) in diesem Modell. Zudem sei auch nur noch eine von acht Schulen der Sekundarstufe I im Szenario A, so dass hier weitere 23 Prozent der Schüler im Landkreis (3.850) im Wechselbetrieb lernen. Zusammen mit den im Wechselmodell befindlichen Grundschulen würden aktuell schon jetzt rund 75 Prozent aller Schüler im Szenario B beschult.

„Wir haben trotz der geringeren Betroffenheit des Primarbereichs keine Sonderregelung für die Grundschulen getroffen, weil sich auch hier Fallzahlensteigerungen abzeichnen und eine hohe Zahl an Quarantäneanordnungen zu treffen ist“, erläutert Bohlmann.

Für die Berufsbildenden Schulen sieht die Allgemeinverfügung einen Wechsel für die betriebliche Ausbildung ins Homeschooling vor. Lediglich Unterrichte in Blockform in festen Gruppen und über einen längeren Zeitraum bleiben davon unberührt. Das Szenario C gilt auch für die Bildungsgänge Sozialpädagogik und sozialpädagogische Assistenz, für medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte sowie für die Bildungsgänge Altenpflege, Pflegekraft und Pflegeassistenz. Ein Großteil der Vollzeitschülerinnen und -schüler an der BBS verbleibt jedoch im Wechselmodell.

„Wir beobachten an den Berufsbildenden Schulen ein wesentlich höheres Infektionsgeschehen“, so Bohlmann. Diese Schülergruppe habe durch ihre Verortung in den verschiedenen Betrieben aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern und auf Grund des Kreisgrenzen übergreifenden Einzugsbereichs der BBS viele Außenkontakte. Hier gelte es potenzielle Übertragungspunkte zu reduzieren. Auch stelle die Herausnahme dieser Berufsgruppen einen weiteren Schutz für die Kinderbetreuung und die Gesundheitseinrichtungen dar.

(Quelle: Pressemitteilung Landkreis Verden 17.11.2020)

Hinweis zur Mund-Nase-Bedeckung:

Schülerinnen, Lehrinnen, Besucherinnen, Eltern, Beschäftigte des Schulträgers sowie sonstiges pädagogisches Personal sind grundsätzlich verpflichtet außerhalb von Unterrichtsräumen in von der Schule besonders gekennzeichneten Bereichen, in denen die vorgegebenen Abstandsregeln nicht eingehalten werden können, eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) zu tragen. Ausnahmen gelten auch hier u. a. für Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres und für Personen, die nachweislich vom Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aus medizinischen Gründen befreit sind.

Meldung vom 17.11.2020Letzte Aktualisierung: 19.11.2020